Der Schlaf  hats ganz schön in sich

Der Schlaf ist ein Multitalent

„Früh zu Bett und früh aufstehen macht gesund, reich und klug.“ 
Benjamin Franklin (1706-1790)

Franklin wurde nicht nur mit seiner Erfindung des Blitzableiters bekannt, sondern trug mit seinen Forschungen einen bedeutenden Teil zur Wissenschaft bei. Er hatte leicht reden, im 18.Jahrhundert war weder die Glühlampe noch das Telefon erfunden worden. Und beide Erfindungen sorgten dazu, dass wir immer und überall erreichbar sind und arbeiten können.

Unser Schlafverhalten und unsere innere Uhr haben sich aber über die vielen Jahre nicht verändert, was zur Folge hat, dass wir oftmals nicht mehr genügend Schlaf bekommen und dadurch krank werden. Eine Vielzahl an Studien zeigt auf, dass Schlafmangel sowohl das Unfallrisiko bei Beschäftigten, als auch das Risiko für Herz-Kreislauf- und Magenbeschwerden und das Risiko für Depressionen und Übergewicht deutlich erhöht.

Der Schlaf ist ein Multitalent

Er stärkt das Immunsystem, dient der Zellerneuerung und hilft beim Vertiefen von Erlerntem. Vor allem aber dient der Schlaf unserer Erholung und der Regeneration von Körper und Gehirn. Während des Schlafes ist der Mensch frei davon, berufliche und soziale Herausforderungen bestehen zu müssen. Gerade in einer Wissensgesellschaft wie der unseren sind ein ausgeruhter Körper und ein fittes Gehirn der wesentliche Motor und Garant für ihr Funktionieren.

In fünf Phasen durch die Nacht

Wenn wir schlafen, durchläuft unser Gehirn verschiedene Schlafphasen, welche zyklisch von Phase 1 bis Phase 5 verlaufen (siehe Bild und Text), um dann wieder von vorne zu beginnen. Ein kompletter Schlafzyklus dauert im Durschnitt 80 bis 110 Minuten.

Phase 1 – die Einschlafphase 
Sie bezeichnet den Übergang vom Wach- zum Schlafzustand.

Phase 2 – die Leichtschlafphase 
Sie markiert den Zeitpunkt des tatsächlichen Einschlafens, während dessen der Muskeltonus sinkt.

Phase 3 und 4 – der Tiefschlaf
Hier wird die Muskelspannung noch weiter verringer und keine Augenbewegungen finden mehr statt. Während dieser Phasen repariert der Körper Muskeln und Gewebe,  stimuliert das Wachstum, stärkt das Immunsystem und baut Energie für den nächsten Tag auf.

Phase 5 – der REM-Schlaf – auch „Traumschlaf“ genannt
In dieser Phase werden  beim Erwachsenen die kognitiven Eindrücke verarbeitet. Das heißt Gehirn und Psyche erholen sich und der geistige Müll wird  abtransportiert.  

Folgen von Schlafmangel

Young tired man sitting at table with claptop computer

Die  US-amerikanische „National Sleep Foundation“ hat im Jahr 2015 Richtlinien für ein empfehlenswertes Schlafpensum herausgegeben.

  • Neugeborene brauchen demnach 14-17 Stunden Schlaf am Tag.
  • Bei Schulkindern ist die Menge bereits reduziert auf 9-11 Stunden.
  • Teenager benötigen eine Schlafdauer zwischen 8 – 10 Stunden und ab 18 Jahren liegt die Untergrenze bei 6 Stunden Schlaf.

Ist das Schlafpensum regelmäßig unter 6 Stunden, kann dies zu einer Schwächung des Immunsystems, der Konzentration und der Aufmerksamkeit führen. Müdigkeit am Tag senkt die Leistungsfähigkeit und erhöht die Unfallgefahr am Arbeitsplatz oder im Straßenverkehr.  

Der Schlummertrunk – ein Wachmacher?

Eine  Studie von englischen Schlafmedizinern (1/2013) belegte, dass der Konsum von Alkohol vor dem  Zubettgehen einen nachteiligen Einfluss auf die Schlafqualität besitzt. Man schläft unter Alkohol zwar schneller ein, die für die Reparaturprozesse wichtige Tiefschlafphase zeigt sich jedoch deutlich verringert.

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